Wunder
werk

Die wunderwerk Erfolgsstory


Die beiden Gründer von wunderwerk, Heiko Wunder und Tim Brückmann, waren jahrelang in führenden Positionen im Modebereich tätig. Heiko Wunder sammelte seit 1996  Erfahrungen  als  Produktspezialist  und Manager bei namhaften Modefirmen wie Esprit, Tom Tailor, O’Neill, Vanilia und DressMaster. Tim Brückmann startete als Unternehmensberater und war seit 2000 als Vertriebsprofi für Mode tätig, unter  anderem für die Replay Deutschland GmbH. Er gründete 2002 die Vertriebsagentur c’mon distribution, die heute noch für renommierte Marken wie Wood Wood, HOPE und Stine Goya tätig ist.


Unabhängig voneinander spielten beide Männer mit dem Gedanken, nachhaltige Mode zu produzieren. Sie waren im Laufe der Zeit zur Überzeugung gelangt: Im Hinblick auf Umweltverschmutzung sowie Ausbeutung von Mensch und Natur kann es in der Textilindustrie nicht so weitergehen.
2012 trafen sich die beiden, die sich aus früheren Zeiten durch ihr gemeinsames Hobby Windsurfen  bereits kannten, zufällig  wieder. Es war die ideale Konstellation mit einer gemeinsamen Vision: Stylische und zugleich nachhaltige Mode als neuen Standard in der Bekleidungsbranche zu etablieren. Im März 2013 wurde die Rheinstoff GmbH & Co. KG gegründet und der Traum vom eigenen nachhaltigen Modelabel wurde wahr:  wunderwerk wurde geboren.


Ein Markteinstieg wie im Bilderbuch gelang. Design und Trendgespür trafen beim Bekleidungsfachhandel und bei den Endkonsumenten den Nerv. Mittlerweile fragt der konventionelle Textilfachhandel die Kollektion von wunderwerk immer mehr nach und hat einen Anteil am Umsatz der Rheinstoff GmbH & Co. KG von über 70% erreicht. Wunderwerk beliefert aktuell 230 Kunden im Heimatmarkt Deutschland sowie Shops in den Benelux‐Ländern, Spanien, Irland, Großbritannien, Finnland, Österreich und der Schweiz. Tendenz weiter steigend. Am Firmensitz in Düsseldorf wurde 2014 ein erster Verkaufsstore eröffnet. Ende 2014 ging der Online-­Shop an den Start. Der Umsatz entwickelt sich jährlich weit über Plan.


Wunderwerk ging direkt mit einer vollwertigen Kollektion für Damen und Herren an den Markt, die viermal  jährlich neu aufgelegt und zu zehn Terminen ausgeliefert wird. Die Kollektion umfasst etwa 140 Damen- sowie 70 Herren‐Styles vom Blouson bis zur Jogging Pants und ist „metropolitan-­casual“ ausgerichtet. Der Stil ist großstadtgeprägt, schlicht, mit leichten skandinavischen Einflüssen.
Die wunderwerk-­Produkte zeichnen sich aufgrund eines ausgefeilten Qualitätssicherungsprogramms durch eine hohe Qualität der Materialien und der Verarbeitung sowie perfekte Passformen aus, bei zugleich marktfähigen Preisen.


Der Firmenslogan lautet „wunderwerk – more than organic“. Heiko Wunder und Tim Brückmann haben hohe Ansprüche: „Wir sehen uns modisch im Umfeld von Marken wie Drykorn oder Closed und wollen uns in diesem Wettbewerb behaupten. Die wunderwerk-­Kollektionen werden auch auf den regulären Modemessen anstatt nur auf den Ecofashion­‐Messen gezeigt. Unsere Modeprodukte werden als Fashion und nicht als Eco‐Fashion verkauft.


Wir sind erstens davon überzeugt, dass unsere Herangehensweise sich in absehbarer Zeit zum Status Quo der Branche entwickeln wird, zweitens möchten wir durch unser Design überzeugen und drittens wollen wir uns mit den Großen der Casualwear messen – allein schon um zu zeigen, dass Stil und Nachhaltigkeit perfekt Hand in Hand gehen können. Es soll keine Ausreden mehr geben!“


Nachhaltige Wertschöpfungskette

Nachhaltigkeit ist in der gesamten Wertschöpfungskette integriert, mit den Rohstoffen beginnend. So weit wie möglich setzt wunderwerk zertifizierte Materialien (beispielsweise kbA, kbT, GOTS) ein. Organic Cotton mit dem strengen GOTS‐Standard bildet die Basis Auf erdölbasierende Materialien wie beispielsweise Polyester oder Acryl wird  verzichtet. Innovative umweltschonende Fasern wie Buchenholz-­ und Eukalyptusfasern werden zunehmend eingesetzt. Wunderwerk ist Mitglied im Internationalen Verband der  Naturtextilwirtschaft (IVN) und orientiert sich an dem im Vergleich zu GOTS noch strengeren IVN Best Standard.
Nachhaltigkeit wird liebevoll bis ins Detail gelebt, auch bei Accessoires wie Knöpfen, die aus Horn oder Steinnuss statt aus Plastik bestehen. Auch die Reißverschlüsse und Etiketten haben keine Plastikanteile.


Die Produktion und Veredelung erfolgt zu über 90 % in Europa in Fertigungsstätten mit hohen Umwelt­‐ und  Sozialstandards, vorwiegend in Italien und Portugal. Wunderwerk sucht bei den Fertigungsprozessen gezielt nach Lösungen, aktuelle Modetrends verantwortungsbewusst gegenüber Mensch und Umwelt umzusetzen.


Dank innovativer und umweltschonender Denimwaschungen konnte der Wasserverbrauch bei wunderwerk‐Jeans auf 3 bis 9 Liter reduziert werden, während bei der konventionellen Jeans‐Produktion durchschnittlich 90  bis 160 Liter pro Hose verbraucht werden. Auf umweltbelastende und gesundheitsgefährdende Chemie wie beispielsweise Chlor und Kaliumpermanganat wird generell verzichtet.


Ebenfalls zum Einsatz kommen innovative Färbetechniken wie „mal  tinto“, bei der das Kleidungsstück komplett am Stück (und nicht der Stoff vor der Verarbeitung) mit einem besonderen Kaltfärbeverfahren  gefärbt wird. Das Färben und Bleachen der Kleidung geschieht mit Airbrush-­Technik aus Ozon/Sauerstoff, Stone-­wash und mechanischer Handarbeit. Oder der Fertigungsprozess bei Jeans wird einfach umgedreht. Statt gefärbte Jeans zu bleichen, werden naturbelassene in geknotetem Zustand eingefärbt. So  entsteht der gewünschte unregelmäßige Farbauftrag und die Jeans strahlen in wunderschönen Farben.